Was sind Faszien?

Faszien - auch Bindegewebe genannt - umhüllen unsere Muskeln, Organe und Knochen. Dieses Netzwerk von Bindegewebe hält den Körper zusammen. Auch Bänder, Knorpel und Sehnen werden den Faszien zugerechnet. Sie bestehen u.a. aus Fasern von Collagen und Elastin und speichern Wasser und Fett.
Das Bindegewebe läuft kreuz und quer und umhüllt dabei alle unsere Muskeln. Damit gibt es Halt und Festigkeit und ist an Bewegungen und Körperhaltung beteiligt. Es wirkt als Dämpfer und Puffer und hält Muskeln und Organe an ihrem Platz. Auch Stoffwechselprodukte werden vom Bindegewebe durch die Lymphe transportiert. Ebenso sind Immunzellen in den Faszien aktiv.

Faszie Zwerchfell Faszien sind dicht mit Rezeptoren und Nerven versehen. So können Schmerzen, Bewegungsänderungen, Änderungen von Druck, Schwingungen, Änderungen des chemischen Milieus sowie Temperaturschwankungen vermittelt werden.

Faszien können verhärten oder verfilzen. Veränderungen im tieferen Bindegewebe sind jedoch nicht einfach zu diagnostizieren, da das Gewebe schlecht sichtbar gemacht werden kann. D.h. es ist weder auf dem Röntgenbild noch im CT zu sehen. Aber es kann durch eine geübte Hand ertastet werden.

Faszien reagieren auf Stress und Reizung. Sie können sich unabhängig von der Muskulatur zusammenziehen und ihren Wassergehalt verändern. Wenn das Bindegewebe verfilzt oder verdickt, kann so eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit entstehen. Eine erhöhte Steifigkeit kann zu Reizung und schlechterer mechanischer Funktionalität führen. Verdickte Faszien können auch Nerven einklemmen.
Bei Rückenproblemen und auch bei verhärtetem Narbengewebe ist eine Faszienmassage oft hilfreich.

Therapieansätze zur Lockerung der Faszien sind z.B. Rolfing, Osteopathie, Yoga und Akupunktur sowie andere Bindegewebsmassagen. Faszien sind sehr anpassungsfähige Gewebsteile. Spezielle Massagegriffe und Körperübungen lockern dann das Gewebe.